Feld- und Waldbahn Riedlhütte e.V.

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94566 Riedlhütte  -  Bayerischer Wald

Wer eine alten länger bestehenden Feldbahn besucht, hat sehr oft das Gefühl auf einem Schrottplatz zu stehen. Jeder Feldbahnbetrieb hat dieses Problem und jeder Feldbahnverein kämpft irgendwann gegen dieses Bild und auch wir sind hiervon nicht verschont. Ursache ist der Umstand, dass die meisten Feldbahnfahrzeuge unlackiert geliefert und in Betrieb genommen wurden. Nur die Lokomotiven hatten bei der Anlieferung Farbe und diese war meist die einzige in ihrem Leben. Von da an wurden nur die Achslager mit Fett versorgt und der Motor gewartet, irgendwann dann auch nicht mal mehr das. Die Waggons waren fast immer sehr rauen Betriebsbedingungen und dem Wetter ausgesetzt, selbst verzinkte Mulden hielten nicht lange und sie waren äußerst selten, da die Verzinkung teuer war. An den Fahrzeugen gab es außer den Achslagern nichts zu warten und diese Wartung fand nur unregelmäßig statt. Meist musste etwas kaputt gehen, damit man sich um das Fahrzeug kümmerte. 

Um dem Schrottbild zu entkommen, lackieren viele Feldbahnfreunde ihre Fahrzeuge komplett und sehr farbenfroh. Aus musealer Sicht ist dieses jedoch zu verwerfen und nicht richtig, da die Fahrzeuge so nie ausgesehen haben und ein falsches Bild der Fahrzeuge und ihrer Arbeitswelt wiedergeben. Auch wir stehen immer wieder vor dem Problem Fahrzeuge museal erhalten und keinen Schrott zeigen zu wollen. Ein Spagat, der auch uns nicht glückt. Vor allem dann nicht, wenn die Fahrzeuge 50 Jahre oder älter sind und Teile fehlen oder defekt sind und mühselig neu gefertigt werden müssen und sich deshalb die Restauration über lange Zeit hinzieht. Auch uns bleiben dann am Ende bei der Lackierung Kompromisse nicht erspart, um nicht nur verbeulte rostige Fahrzeuge zu zeigen.

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Fahrzeuge und Restauration

Feldbahnwagen im Bhf. Ohebrücke